Webdesign

Webdesign - Was ist das eigentlich?

Den Begriff „Webdesign“ kennt jeder, der sich etwas mit dem Internet beschäftigt hat. Was aber steckt dahinter und was beinhaltet Webdesign?

Webdesign (auch Webgestaltung) beinhaltet sowohl die optische Gestaltung, als auch den strukturellen Aufbau und die Nutzerführung (Navigation) von Webseiten.

Hauptaufgabe des Webdesigners ist es, den besten Kompromiss zu finden zwischen den Vorstellungen und Ansprüchen des Auftraggebers, den Erwartungen der Zielgruppe (Besucher der Website) und den technischen Möglichkeiten.

Bei der Gestaltung einer erfolgreichen Webseite geht es, neben dem reinen Aussehen besonders um die Benutzerfreundlichkeit (Usability). Hier spielen die Navigation und die Struktur der Seite eine wichtige Rolle, die oft unterschätzt wird.

Das schönste Design ist nahezu wertlos, wenn der Besucher sich auf den Seiten nicht zurecht findet. Internet-Benutzer wollen schnell und unkompliziert an die gewünschten Informationen kommen. Deshalb entscheidet sich oft schon in den ersten 10 Sekunden, ob der Besucher auf der Webseite verweilt oder nicht. Eine gut geplante Informationsstruktur ist daher für gutes Webdesign unverzichtbar.

Neben der Benutzungsfreundlichkeit sollte ein Webdesigner auch auf die Zugänglichkeit der Webseiten achten. So sollten bei der Seitenerstellung Techniken vermieden werden, die bestimmte Benutzergruppen von vorne herein ausschließen, da sie die technischen Anforderungen nicht erfüllen und damit die Webseiten nicht betrachten können. Eine bunte, aufregende Flash-Animation ist zwar eventuell ein schöner Hingucker, jedoch nicht unbedingt die erste Wahl für eine Seitennavigation, da nicht alle Besucher das Flash-Player-Plugin in ihrem Browser integriert haben. Sie würden dadurch davon abgehalten, durch die Seiten zu navigieren. Eine Webseite sollte also einer möglichst großen Zahl an Besuchern ohne Einschränkungen zugänglich gemacht werden. Dazu gehört auch eine genaue Zielgruppenanalyse, die vor der Realisierung der Webseite durchgeführt werden sollte.

„Gutes“ oder „schlechtes“ Webdesign ist Gegenstand zahlreicher Diskussionen. Dennoch lassen sich ein paar grundlegende Regeln formulieren, an die sich ein Webdesigner halten sollte, wenn die von ihm erstellte Webseite erfolgreich sein soll:

Optik allein genügt nicht.
Ohne echte Informationen zu vermitteln wird eine Webseite keinen Erfolg haben, denn der Besucher wird sie kein zweites Mal aufrufen. Besucher von Webseiten sind auf der Suche nach Informationen. Wer keine Informationen zu bieten hat und nur ein paar bunte Bildchen oder schicke Animationen ins Internet stellt, wird keinen dauerhaften Erfolg damit haben.

Inhalt allein genügt nicht.
Man sollte eine Bildschirmseite nicht unbedingt mit der Seite in einem Buch vergleichen. Ohne eine vernünftige Struktur der Inhalte und ohne die Aufteilung in kleinere, sinnvoll gegliederte Informationseinheiten ist die Aufnahme der Informationen für den Besucher der Webseite zu ermüdend. Eine Auflockerung der Inhalte (Texte!) durch Elemente mit Signalwirkung, die Inhalte besser illustrieren, ist unverzichtbar.

Klare Navigationsstruktur ist Pflicht.
Eine Webseite mit hohem Informationsgehalt ist zunächst einmal eine Sammlung von Text. Die Wirkung, die solche Informationen beim Betrachter hinterlassen, hängt davon ab, wie leicht sich der Betrachter in der Informationsfülle zurecht findet. Erfolgreiches Webdesign beinhaltet also auch immer gutes Text-Design/Informationsdesign und eine gute Navigationsstruktur.

Plattformunabhängig ist Trumpf.
Ein „normaler“ Designer hat es oft etwas leichter als ein Webdesigner. Warum? Weil er im Vorfeld eines Projektes bereits genau weiß, wofür er seine Entwürfe macht. Das Ausgabemedium ist ihm genau bekannt, und er kann spezifisch dafür entwerfen, z.B. für eine Plakatwand oder einen Werbeflyer.
Der Webdesigner kann hingegen im Vorfeld nicht genau wissen, auf welchen Anzeigegeräten die von ihm erstellte Webseite schließlich betrachtet wird. Eine gute Webseite sollte also so erstellt werden, dass eine möglichst breite Benutzergruppe die Seiten ohne Probleme betrachten kann, unabhängig davon, welchen Browser sie verwenden und welches Betriebssystem.

Wirklich schlechtes Webdesign erkennen Sie auf einen Blick. Haben Sie auch schon einmal eine Webseite bewundert, auf der zu lesen war, dass die Seite für den Internet-Explorer 5.5 oder schlimmer „optimiert“ sei? Hier hat sich jemand Arbeit ersparen wollen und keine große Mühe gegeben. Oder er hat sich Mühe gegeben, jedoch keine große Ahnung von Webdesign gehabt...

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