Wegwerf-Email gegen Spam

Fast jeder Internet-Nutzer kennt das Problem:
Nach der Registrierung in einem Online-Forum oder der Freischaltung einer „kostenlosen“ Software per Email-Registrierung (siehe auch Download-Adventskalender & Co.) werden Sie förmlich zugebombt mit Werbe-Emails und Viagra-Spam. Sie suchen nur eine kleine Information, aber Sie werden dazu gezwungen, mindestens Ihre Email-Adresse preis zugeben.

Das ist lästig und viele Nutzer haben das schon bereut, denn sind sie erst einmal in einem Werbe-Mail-Verteiler gelandet, kommen Sie da kaum mehr heraus. Da wäre es doch schön, wenn man eine Email-Adresse verwenden könnte, die nur so lange gültig ist, bis die Registrierung erfolgt ist, oder Sie die benötigten Informationen erhalten haben.

In der Vergangenheit gab es schon zahlreiche Anbieter, die dieses Problem lösen wollten und kurzfristig auch konnten, doch die Werbeindustrie hat diese Anbieter sehr schnell herausgefiltert und man konnte sich mit Einweg-Adressen der Anbieter nicht mehr bei entsprechenden Diensten registrieren.

Daher hier eine kleine Auswahl aktueller Anbieter, die (aktuell) funktionierende Wegwerf-Mail-Adressen anbieten:

Natürlich kann ich nicht dafür garantieren, dass alle Dienste, bei denen Sie die Wegwerf-Adressen verwenden möchten, diese auch zulassen, aber aktuell haben alle problemlos funktioniert.

Haben Sie weitere zuverlässige Einweg-Mail-Anbieter gefunden oder Probleme mit einem der hier genannten gehabt? Dann freue ich mich über Ihren Kommentar.

Braucht ein Gasthof eine Website?

Gerade auf dem Lande gibt es urige kleine Gasthöfe, die zwar ein echtes Erlebnis für die Gäste bieten würden, aber leider in keiner Weise im Internet vertreten sind.

Die Betreiber fragen sich häufig, ob es überhaupt Sinn macht, im Internet präsent zu sein. Es kostet ja schließlich Geld, und wie hoch ist denn der Nutzen? Oder sie denken nicht einmal darüber nach, eine Website oder Ähnliches zu haben.

Ich möchte dazu nur einmal ganz untechnisch und ohne großes Marketing-Gebrabbel Gründe aufzählen, warum für mich als Gast eine gut gepflegte und leicht zu findende (also optimierte) Website für einen Gasthof wichtig ist:

Ich möchte als Kunde gerne wissen:

  • wie die Öffnungszeiten sind und wann geschlossen ist. Ich gehe auch z.B. Montags gerne mal Essen…
  • was auf der Speisekarte steht und was an bestimmten Tagen angeboten wird.
  • ob der Betrieb gerade Urlaub hat und ich mir den Weg sparen kann.
  • wie es in dem Gasthof aussieht. Würde ich mich dort wohlfühlen?
  • welche Getränke es gibt.
  • ob man reservieren kann.
  • ob es einen Biergarten gibt.
  • wie ich dort hin finde. Routenplaner wäre schön.

Wenn ich diese Infos nicht im Internet finde, komme ich eventuell gar nicht auf die Idee, auf gut Glück zu dem Gasthof zu fahren. Darüber sollten Sie als Gastwirt vielleicht einmal nachdenken. Viele potentielle Kunden wollen diese Informationen und viele neue Kunden finden nicht zu Ihnen, wenn Sie nicht im Internet auffindbar sind.

Zitate und Statements zum Internet

Hier liste ich einige Zitate und Aussagen auf, die verschiedene „Prominente“ zum Thema Internet in den vergangenen Jahren gemacht haben. Ich hoffe, dass einige inzwischen etwas weiter sind in ihrer technischen Entwicklung…

  • „Browser. Was sind jetzt nochmal Browser?“
    Bundesjustizministerin Brigitte Zypries im Juni 2007, nachdem ARD-Kinderreporter sie aufforderten, „doch mal ein paar verschiedene Browser, die es gibt“, zu nennen.
  • „Das Internet? Gibt’s diesen Blödsinn immer noch?“
    Homer Simpson, Sicherheitsinspektor im Kernkraftwerk Springfield.
  • „Das Internet ist eine Spielerei für Computerfreaks, wir sehen darin keine Zukunft.“
    Ron Sommer (Telekom) kurz bevor sein Konzern mit dem Ableger T-Online selbst ins Provider-Geschäft einstieg.
  • „Computer der Zukunft werden nicht mehr als 1,5 Tonnen wiegen“.
    1941 aufgestellte Behauptung von Popular Mechanics
  • “Das Internet ist nur ein Hype.”
    Bill Gates, Microsoft-Gründer, 1995

Und jetzt?

Nachtrag, nicht zum Internet, aber zu Computern im Allgemeinen:
„Ich glaube, dass es auf der Welt einen Bedarf von vielleicht fünf Computern geben wird.“ (Thomas J. Watson, IBM-Chef 1943)

YouTube-Videos einbetten ohne Konkurrenzfilme am Ende.

Was dem Privatmann, der ein YouTube-Video auf seiner Website einbindet relativ egal sein dürfte, wird sicherlich viele Firmen sehr stören, denn es kann sein, dass Sie damit ungewollt Werbung für die Konkurrenz machen und auf deren Videos hinweisen.

Jeder, der auf YouTube Videos ansieht, kennt das: Wenn der Film fertig abgespielt wurde, wird eine Auswahl thematisch passender weiterer Filme angezeigt.
ANzeige von thematisch passenden Videos am Ende eines Films

Dies lässt sich auf YouTube selbst nicht verhindern und gehört ja auch zu einem der Prinzipien, um Nutzer mit Filmmaterial zu versorgen, ohne lange danach suchen zu müssen. Aber einer Firma, die ihren YouTube-Imagefilm auf ihrer eigenen Website einbettet, kann es nicht gefallen, wenn am Ende des Films auf Videos der Konkurrenz oder auf vielleicht unpassende Inhalte verlinkt wird.

Das ist auch wohl der Grund, warum viele Firmen, die Videomaterial in ihre Website integrieren auf teilweise recht abenteuerliche Lösungen und selbst programmierte Videoplayer zurück greifen. Dabei gibt es zwei simple Lösungen für das Problem:

1) Verdrängung der Konkurrenz durch eigene YouTube-Videos

Wer in der komfortablen Lage ist, über ausreichendes Videomaterial zu verfügen, kann die Konkurrenz verdrängen. Dazu müssen aber mindestens 12 eigene Videos auf YouTube existieren, die alle thematisch zueinander passen und mit den entsprechenden Schlagworten, Titeln und Beschreibungen versehen wurden.

Wenn alles gut thematisch zusammen passt, gibt es die Chance, dass am Ende eines Videos nur die weiteren verfügbaren Filme der jeweiligen Firma angezeigt werden. Das wäre zwar die Idealllösung, aber kaum eine kleinere Firma verfügt dazu über ausreichendes Material.

Daher gibt es für Firmen mit weniger Videos auch noch folgende Alternative:

2) Abschalten der Anzeige weiterer Videos nach Ende des Films

Normalerweise werden YouTube-Videos als iFrame in Websites eingebettet. Das funktioniert so:

Auf YouTube klicken Sie unterhalb des einzubettenden Videos auf „Teilen“.
YouTube: Video teilen

Anschließend wählen Sie „Einbetten“ und klicken dann darunter auf „MEHR ANZEIGEN“.

YouTube-Video einbetten

Nun klappt das Menü auf und Sie sehen eine Vorschau des Videos und darunter weitere Optionen, die Sie auswählen können.

YouTube-Video einbetten ohne Konkurrenz-Filme am Ende

Deaktivieren Sie nun die Option „Nach Ende des Videos vorgeschlagene Videos anzeigen“.
Der ursprüngliche Einbettungs-Code ändert sich nun von z.B.

<iframe width=“560″ height=“315″ src=“//www.youtube.com/embed/w7L7yfJ1s9c“ frameborder=“0″ allowfullscreen></iframe>

in

<iframe width=“560″ height=“315″ src=“//www.youtube.com/embed/w7L7yfJ1s9c?rel=0“ frameborder=“0″ allowfullscreen></iframe>

Durch die Ergänzung „?rel=0“ wird also verhindert, dass am Ende des Videos weitere Filme angezeigt werden und es wird das Startbild des Videos angezeigt.

Bilder für Google lesbar machen

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Diese „Weisheit“ trifft für die menschlichen Besucher Ihrer Website mit Sicherheit zu, wenn Sie das passende Bild gewählt haben. Aber Suchmaschinen wie Google oder Bing „sehen“ das etwas anders.

Wie optimieren Sie Bilder für Suchmaschinen?

Ein Beispiel für die Optimierung von Bildern für Suchmaschinen wie Google.

Bilder können lange Texte auflockern und damit das Lesen angenehmer machen. Sie können auch Zusammenhänge oftmals leichter erklären, als es Worte könnten. Sie sollten also in längeren Texten keinesfalls auf Bilder verzichten. Aber Sie sollten auch eines im Hinterkopf behalten: Für Suchmaschinen wie Google, Bing, Yahoo, etc. sind Bilder im Prinzip nur bestimmte Stellen, an denen sich Bildpunkte befinden, egal, was diese auch für Menschen aussagen sollen und können. Die Inhalte von Bildern können Suchmaschinen bislang kaum bis gar nicht erfassen.

Aber Sie können etwas tun, damit Ihre Bilder nicht nur den Besuchern Ihrer Website Informationen liefern, sondern auch für Suchmaschinen interessant werden:

Bilder lesbar machen für Google & Co.

Dateinamen

Das Sichtbarmachen eines Bildes fängt mit dem Dateinamen an. Verwenden Sie niemals den Namen, den Ihre Digitalkamera vielleicht vorgegeben hat, z.B. DSCN000178.jpg. Mit diesem Namen kann niemand etwas anfangen, weder Google noch menschliche Besucher Ihrer Website.

Geben Sie dem Bild einen aussagekräftigen Namen, der etwas über den Inhalt aussagt. Machen Sie den Titel dabei aber nicht zu lang und benutzen Sie keine Leerzeichen, denn die werden dann oft so dargestellt: „jan%20otte.jpg“. Das sieht nicht gut aus und kann bei einigen Webservern zu Problemen führen. Wenn Abstände zwischen Buchstaben benötigt werden, verwenden Sie lieber den Unterstrich „_“ dafür. Idealerweise orientieren Sie sich bei der Namensgebung des Bildes an Ihrem wichtigsten Schlüsselbegriff auf der jeweiligen Webseite.

Nähe zum Text

Bilder sollten von relevantem Text umgeben sein. Je näher der Text um die Bilder herum platziert ist, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass das Bild mit dem Text und den hoffentlich darin enthaltenen Schlüsselbegriffen von Google in Verbindung gebracht wird. Platzieren Sie ein Bild also immer genau dort, wo es den geschriebenen Text optimal unterstützt.

Alternativ-Text (Alt-Text)

Alt-Texte wurden ursprünglich für Sehbehinderte eingeführt, die eine Software zum Vorlesen von Webseiten benutzen, um ihnen zu beschreiben, was sie selbst nicht sehen können. Im Alt-Text sollten Sie den Inhalt eines Bildes etwas ausführlicher beschreiben. So wie die Bilder selbst, sollten sich auch die Alt-Texte eindeutig voneinander unterscheiden.

Tooltip (Title-Attribut)

Der Tooltip wird angezeigt, wenn Sie mit dem Mauszeiger über ein Bild fahren (sofern er vorher eingegeben wurde).

Bild-Unterschrift

Manche Content-Management-Systeme wie WordPress unterstützen auch eine Beschriftung des Bildes als Bildunterschrift. Auch diese Möglichkeit sollten Sie nutzen.

Wenn Sie diese Tipps beherzigen, steigern Sie deutlich die Chance, dass Google, Bing & Co. etwas mit Ihren Bildern anfangen können. Allerdings sollten Sie diese Art der Optimierung nur auf Bilder anwenden, die auch tatsächlich eine Aussage haben und nicht nur als reiner Zierrat dienen oder rein gestalterisch verwendet werden, denn bei diesen ist der eindeutige Bezug zum Text und den Keywords sowieso nicht gegeben.

Dateigröße

Achten Sie bitte unbedingt darauf, dass die Bilder, die Sie auf Webseiten verwenden, auch von der Größe her für die Verwendung im Internet geeignet bzw. dafür optimiert sind. Ein Bild, dass Sie direkt aus Ihrer 12 Megapixel-Digitalkamera auf Ihre Website stellen, ist definitiv zu groß für das Internet. Es hilft auch nicht, das riesige Bild in einem Webeditor einfach klein zusammen zu schieben, denn das ändert nur die Darstellung des Bildes, nicht aber die Dateigröße. So können Sie mit etwas Ungeschick fünf kleine Bilder auf Ihrer Website haben, die aber insgesamt eine Ladezeit von mehreren Minuten zu Folge haben. Damit verärgern Sie Ihre Besucher und riskieren auch eine Benachteiligung bei Google, da die Ladegeschwindigkeit einer Website inzwischen ein Kriterium für die Positionierung in den Suchergebnissen ist.

Um ein Bild auf Ihrer Website sinnvoll zu benutzen, sollten Sie es von Auflösung und Dateigröße her unbedingt für das Internet optimieren. Eine 12 Megapixel große Bilddatei liefert so viele Bildinformationen, dass Sie auf einem normalen Monitor nicht einmal ansatzweise dargestellt werden können. Es gibt zahlreiche kostenlose Bildbearbeitungsprogramme, die Sie nutzen können, um Bilder auf die richtige Größe zu reduzieren.

Bundestag verlängert den Windows-XP-Support für 119.000 €.

Der deutsche Bundestag hat größtenteils noch immer nicht von Windows XP auf neuere Versionen des Microsoft-Betriebssystems umgestellt. Nach jahrelangen Ankündigungen seit 2007 wurde der Support seitens Microsoft völlig überraschend zum 8. April 2014 beendet. Ein Unternehmen der freien Wirtschaft hätte wohl bereits vor Jahren reagiert und zumindest auf Windows 7 aktualisiert. Aber nicht so unsere Regierung.

Eigentlich könnte man darüber jetzt amüsiert sein, aber leider wird gerade aktuell über die digitale Zukunft Deutschlands diskutiert, während die Politiker ein System aus der Steinzeit verwenden. Windows XP wurde 2001 eingeführt. Und statt rechtzeitig aufzurüsten, wird nun ein Support-Vertrag mit Microsoft geschlossen, um noch länger mit dem PC-Fossil arbeiten zu können. Die Kosten von etwa 119.000 € trägt der Steuerzahler natürlich gerne, denn er hat ja auch von der Kanzlerin gelernt, dass das Internet noch Neuland ist. Vermutlich wird es sich nicht einmal durchsetzen.

Aber bevor Sie sich jetzt über die Inkompetenz unserer Politiker in Sachen IT-Sicherheit und neuer Medien aufregen, sollten Sie sich immer eines vor Augen führen:

Zum Ausdrucken des Internets genügt auch Windows XP.

Was halten Sie davon? Ich bin auf Ihre Kommentare gespannt.

Amazon ist böse und macht den Einzelhandel kaputt. Wirklich?

Das wäre natürlich die einfachste Art, mit der Problematik umzugehen: Einfach den Online-Handel verteufeln. Und das Internet wird sich ja vermutlich ohnehin nicht durchsetzen… Aber es wäre auch kurzsichtig und unreflektiert.

Natürlich ist der Onlinehandel, speziell Amazon, eine gewisse Bedrohung für den Einzelhandel. Aber nur, wenn man sich als Unternehmen weigert, mit der Zeit zu gehen und darauf beharrt, immer so weiter zu machen, wie es doch seit Jahrzehnten funktioniert hat.

Warum ich gerne online kaufe:

Ich gebe mal ein konkretes (leicht überzogenes) Beispiel, warum ich viele Dinge gerne online bestelle:

Kauf im stationären Handel:

Es ist kurz vor Weihnachten. Ich möchte Weihnachtsgeschenke für meine kleine Nichte kaufen. Also fahre ich in die Stadt. Ich nehme mein Auto und bin in etwa 25 Minuten in Nürnberg. Das kostet mich ungefähr 8 € Benzin. Dann parke ich in einem Parkhaus, weil es kaum mehr freie Parkplätze in akzeptabler Nähe zur Innenstadt gibt. Das kostet mich nochmals etwa 5 € für drei Stunden. Also schon einmal 13 €, die ich ausgegeben habe, ohne dafür ein Geschenk zu bekommen.

Da es kalt ist, habe ich eine dicke Jacke und einen Pullover an. Ich gehe in ein großes Kaufhaus und denke, ich bin in der Sauna. Gefühlte 30° C passen nicht zu meiner Winterkleidung. Jacke öffnen genügt nicht. Ich muss sie ausziehen, sonst halte ich die Temperatur nicht aus. Also suche ich mit über den Arm gehängter Jacke auf dem Rolltreppen-Wegweiser, wo ich Kinderspielzeug finde für meine Nichte. Während ich mehrmals angerempelt werde, sehe ich, in welches Stockwerk ich muss. Also fahre ich die Rolltreppen hoch und befinde mich schließlich in der Spielwarenabteilung. Mit etwa 500 anderen Menschen versuche ich, mir einen Überblick zu verschaffen und zu sondieren, in welche Richtung es mit dem Geschenk gehen könnte. Da alles überfüllt ist, dauert es lange, bis ich endlich die Spielwaren ansehen kann, die mich interessieren könnten. Eine Verkäuferin ist weit und breit nicht zu sehen. Beratung gibt es wohl so kurz vor Weihnachten nicht mehr. Ich bemerke, dass das Ausziehen meiner Jacke allein auch nicht mehr genügt, weil es einfach in dem Gedränge zu warm ist. Ich kremple die Ärmel meines Pullovers hoch und suche weiter. Dabei bemerke ich, wie mir der Schweiß langsam den Rücken herunter läuft. Auf meiner Stirn zeichnen sich erste Perlen ab. Ich fühle mich total unwohl und will endlich irgendein verdammtes Geschenk kaufen, um wieder nach Draußen zu können. Ich bekomme furchtbaren Durst wegen der trockenen Luft.

Schließlich finde ich etwas Passendes: Ein Paket mit Lego-Duplo-Steinen. Kostet knapp 30 €. Ganz schön viel für so wenig Zeugs. Aber egal, ich will hier raus! Also zur Kasse. Zum Glück sind nur ungefähr 30 Leute vor mir, sodass ich innerhalb von 20 Minuten bezahlt habe. Insgesamt habe ich im Kaufhaus 2,5 Stunden verbracht. Ich renne förmlich zum Ausgang, um von der frischen, kühlen Winterluft empfangen zu werden. Schweißgebadet wieder in die Winterjacke geschlüpft und ab ins Auto und nachhause fahren. Am nächsten Tag völlig erkältet durch das Schwitzen und die Temperaturschwankungen. Aber immerhin habe ich mein Geschenk jetzt.

Oh Mist, jetzt muss ich es noch selbst einpacken. Klar gab es im Kaufhaus diesen Service, aber da standen nochmal 25 Leute vor mir, und ich wollte weg. Zumal sich die Dame, die die Geschenke einpacken sollte, nicht sonderlich zu beeilen schien…

Ich fasse zusammen:
Insgesamt etwa 16 € Benzinkosten, 5 € für das Parkhaus, 30 € für das Geschenk. Also schon mal 51 € bezahlt. Nicht in Geld umrechnen kann ich das Ungemach, dass ich bei dem Einkauf empfunden habe. Wäre ich sehr kritisch, würde ich noch meinen Stundenlohn für die etwa 4 Stunden meines Lebens berechnen, die ich für das Geschenk meiner Nichte heroisch opferte. Aber das lasse ich jetzt einmal außen vor.

Kauf bei Amazon:

Es ist kurz vor Weihnachten. Ich möchte Weihnachtsgeschenke für meine kleine Nichte kaufen. Also suche ich bei Amazon. Da ich noch keine konkrete Vorstellung habe, lasse ich mich in der Kategorie Kinderspielzeug einfach mal etwas inspirieren und schränke die Suche auf „Ab 2 Jahren“ ein. Dabei sitze ich mit einer Tasse Kaffee entspannt vor meinem PC. Nach einer halben Stunde habe ich das perfekte Geschenk gefunden. Ich bestelle es sofort. Dank meiner Amazon-Prime-Mitgliedschaft (49 € im Jahr) erhalte ich das Produkt per kostenlosem Expressversand am nächsten Tag zu mir geliefert. Für 2,99 € Aufpreis bekomme ich es in einer dezenten und hochwertigen Geschenkverpackung geliefert. Das Produkt kostete 5 € weniger als im Einzelhandel. Ich habe in 30 Minuten die Auswahl getroffen und bestellt. Ich habe mir Parkhaus und Benzinkosten gespart, musste nicht schwitzen, wurde nicht angerempelt.

Ich fasse zusammen:
25 € für das Geschenk + 2,99 €, die mir das mühsame Einpacken erspart haben. Also 27,99 € für die Online-Bestellung gegen 51 € für den Kauf im Einzelhandel. Und ich musste nicht stundenlang unterwegs sein und habe 23 € gespart.

Was kann man da objektiv gegen Amazon sagen? Es war der angenehmere Einkauf für mich! Damit stellt sich natürlich die Frage, was hätte anders laufen müssen, damit ich den stationären Handel, also den Kauf im Kaufhaus in Zukunft bevorzuge.

Was muss der Einzelhandel besser machen?

Den Weg in die Stadt hätte mir natürlich kein Einzelhändler ersparen können, das ist klar. Aber es fängt bei den Parkgebühren an. Wenn mir das Kaufhaus den Preis für die Parkgebühr im Parkhaus bezahlt, bin ich schon deutlich interessierter, in die Stadt zu fahren. Wenn ich dann noch in der überhitzten Kaufhausluft von einem netten Angestellten gefragt würde, ob ich meine Jacke kostenlos an der Garderobe abgeben möchte, um ungestört einzukaufen, wäre ich noch mehr geneigt, in der Stadt zum Einkaufen zu gehen. Wenn es dann vielleicht auch noch kostenlos ein Wasser oder gegen Unkostenerstattung einen Kaffee geben würde, wäre das ein weiterer Pluspunkt. Wenn dann noch ALLE Mitarbeiter im Verkauf ebenso kompetent wie nett und hilfsbereit wären, wäre ich schon nahezu begeistert. Und wenn dann zur Krönung auch noch die Preise denen im Internet ebenbürtig wären, wäre ich überzeugter Kunde in Kaufhäusern.

Natürlich sind meine geschilderten Vorstellungen vom perfekten Einkaufserlebnis etwas überzogen, aber insgesamt sehe ich für den stationären Handel die Zukunft in vier Bereichen liegen:

  1. Beratung
  2. Service
  3. Einkaufserlebnis
  4. Preis

Klar ist das leichter gesagt als getan, aber nur so kann man mit dem Online-Geschäft mithalten. Man muss etwas besser und anders machen.

Was ist Ihre Meinung zum Thema? Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

 

Video: Der perfekte Umgang mit der Smartphone-Sucht von Jugendlichen

Matthew Abeler hat in einem Video die wohl beste Reaktion eines Vaters auf die völlige geistige Abwesenheit seiner jugendlichen Söhne dargestellt.

So witzig der Film ist, sollte der eine oder die andere doch einmal darüber nachdenken, ob es nicht etwas zu viel wird mit dem Smartphone und der ständigen Erreichbarkeit. Es gibt auch ein echtes Leben mit direkt vor einem sitzenden Gesprächspartnern.

Rückblick: Seminar „Die Kraft der Marke“ mit Enzo Vincenzo Prisco in Nürnberg

Am 11.12.2014 fand in Nürnberg von 17.30 bis 22.00 h im bsk büro + designhaus GmbH in der Kressengartenstr. 2 das Seminar „Die Kraft der Marke“ statt. Der Veranstalter war das Direkt Marketing Center Nürnberg. Der Referent war Herr Enzo Vincenzo Prisco. Trotz anfänglichem Zweifel daran, ob ich mir den Weg von Langenzenn nach Nürnberg, quer durch die halbe Stadt, zur Zeit des Christkindelsmarktes und bei Regen wirklich antun wollte, bin ich mehr als froh, mich für die Teilnahme entschieden zu haben.

Auch anfängliche Bedenken beim Vorwort, es würde eine reine Werbeveranstaltung für Direktmarketing und das Portfolio der Post, wurden durch Herrn Prisco sehr schnell zerstreut. Bereits nach einer Minute war wohl jedem der zahlreichen Zuhörer klar: Hier steht nicht nur jemand, der über das Thema „Marke“ redet, sondern hier agiert jemand, der das Thema Marke lebt und selbst eine etablierte Marke ist.

Es ist nicht so, dass ich völlig neue Erkenntnisse mitgeteilt bekommen habe, da ich selbst in der Branche tätig bin und auch ein entsprechendes Studium zum Kommunikationswirt absolviert habe. Vielmehr war es die Art, wie Herr Prisco an das Thema Marke heran ging. Es war so, als würde man wachgerüttelt, um sich wieder auf Wesentliches zu besinnen. Mir hat das Seminar viele neue oder wiedererweckte Denkanstöße gegeben, die ich im neuen Jahr auf jeden Fall umsetzen möchte. Dafür bin ich dankbar.

Die Kraft der Marke

Seminar „Die Kraft der Marke“ mit Herrn Enzo Vincenzo Prisco.

Auch die Art der Präsentation hat mir sehr gut gefallen. Herr Prisco wirkt dabei etwas wie Stephan Raab, nur deutlich fundierter und intelligenter. Allein deshalb hat es sich gelohnt. Wichtige Botschaften, verknüpft mit gutem Humor. Kurzweilig und informativ.

Ich kann nur jedem empfehlen, der die Chance dazu hat, einem der Vorträge von Herrn Prisco beizuwohnen. Es lohnt sich in jedem Fall.

Neue Funktionen für Facebook-Seiten

Gestern stellte Facebook in einem Bericht neue Tools und Features für Publisher vor: besseres Interest-Tageting, Verfallsdatum für Beiträge, überarbeiteter Insights-Bereich und eine Funktion namens Smart-Publishing. Aktuell können die neuen Funktionen allerdings nur in der Drsktop-Variante von Facebook genutzt werden und nicht auf Smartphones und anderen Mobilgeräten.

Interest Targeting

Seitenbetreiber konnten Ihre Beiträge bisher nur nach Regionen oder nach Sprache filtern. Dieses sogenannte „Targeting“ wurde jetzt um die Möglichkeit erweitert, Facebook-Fans nach Interessen zu erreichen. So können bestimmte Dienstleistungen oder Produkte gezielt an eine geeignete Zielgruppe ausspielen.

Verfallsdatum für Beiträge

Betreiber einer Facebook-Seite können ab sofort Ihren Beiträgen ein Verfallsdatum geben, nach dem diese aus dem Newsfeed verschwinden. Die Beiträge bleiben dann zwar auch weiterhin in der Timeline der jeweiligen Facebook-Seite bestehen, aber Nutzer werden nicht mehr auf sie aufmerksam gemacht. Ein sinnvolles Feature, wie ich finde. Nichts ist nerviger als Uralt-Beiträge, die keine Relevanz mehr haben.

Überarbeitung von Facebook-Domain-Insights

Betreiber von Facebook-Seiten können ab sofort sehen, welcher Besucherverkehr durch welches Schlagwort generiert wurde. Auch die am häufigsten angeklickten Beiträge werden angezeigt und es ist nun erkennbar, von welcher anderen Facebook-Seite der größte Besucherstrom kam.

Smart-Publishing

In Zukunft wird Facebook automatisch erkennen, ob ein Link, der bislang noch nicht auf der Facebook-Seite geteilt wurde, bereits von Fans geteilt wird. Die Seitenbetreiber können dann entscheiden, ob der Link automatisch an die Übrigen Fans ausgespielt werden soll oder nicht. Diese Funktion wird allerdings vorerst nur einem begrenzten Personenkreis zur Verfügung gestellt.