Bis vor Kurzem war ich sehr froh, meine Telefon-Kommunikation extrem vereinfacht zu haben. Meine beiden Telefone (Privat & Geschäft) und mein Faxgerät wanderten in den Wertstoffhof und wurden durch eine Fritz!Box 7270 und ein Fritz!Fon MT-F ersetzt. Über die Fritz!Box empfange und sende ich Faxe, die empfangenen Faxe bekomme ich automatisch per Email in mein Exchange-Postfach gestreamt. Das Fritz!Fon verwaltet meine Rufnummern und zeigt mir an, ob es ein privater Anruf ist, oder etwas Geschäftliches.
Perfekte Lösung und nur noch ein Telefon statt Geräte-Wirrwar bzw. immer das Telefon in der Hand haben, das man gerade nicht braucht. Das ist aber nur so lange schön, wie es funktioniert.
Gestern Abend am PC wurde ich durch ein lautes Knacken und Rauschen aufgeschreckt, das aus meinem Fritz!Fon kam. Musste den Akku rausnehmen, damit Ruhe war, da es sich völlig aufgehängt hatte. Nach Neustart des Fons wurde dann der Akku, der vorher vollständig aufgeladen war, als tiefentleert angezeigt.
Hm, da stand ich nun mit einem kaputten Telefon und daraus resultierender Nicht-Erreichbarkeit, sowohl für Freunde & Bekannte, als auch für Geschäftskontakte. Plötzlich finde ich die “One-Phone-4-All”-Lösung überhaupt nicht mehr perfekt, denn ein Ausfall entspricht dann gleich einem doppelten Ausfall.
Neue Telefone (zwei getrennte) sind nun bestellt, aber bis dahin will ich nicht unerreichbar sein.
Nun habe ich eine sehr gute temporäre Lösung gefunden. Es gibt eine App für iPhone & iPad, mit der man über die Fritz!Box telefonieren kann: FRITZ!App Fon für iOS.
Habe es gerade installiert und bin begeistert. Zwar ist es nicht wirklich praktisch, mir mein iPad ans Ohr zu halten, aber auch mit etwas Abstand zum iPad ist die Sprachqualität gut und beide Gesprächspartner können problemlos kommunizieren. Die perfekte Notlösung. Das Programm läuft auch auf dem iPhone und iPod Touch. Hier könnte ich es mir, wenn ich so ein Gerät hätte, auch als permanenten Telefonersatz vorstellen.
Aber meine zwei neuen Telefone sind ja unterwegs…
Seit einigen Tagen ist es nun auch bei uns verfügbar: Das neue iPad2.
Es sieht prima aus, ist noch etwas handlicher und smarter als der Vorgänger geworden und hat einen schnelleren Doppelkern-Prozessor.
So weit, so gut. Natürlich habe ich das neue iPad2 auch schon in Händen gehalten, damit herumgespielt und es getestet. Aber ich habe für mich beschlossen, nicht umzusteigen. Noch nicht.
Mein iPad (1) erfüllt absolut seinen Zweck und ich bin sehr zufrieden damit. Das neue ist zwar auch schön, aber für mich rechtfertigt der vergleichsweise geringe Mehrwert nicht die Neuanschaffung, da ich ein nicht einmal 4 Monate altes Gerät besitze, das alles kann, was ich von diesem netten Gadget erwarte. Und meine Erwartungen, die ich an das Nachfolgemodell hatte, wurden nicht erfüllt. Ich hätte mir eine feinere Display-Auflösung, einen USB-Port und eine gute Kamera gewünscht.
Die Auflösung ist die gleiche wie bei der ersten Version geblieben, obwohl Apple theoretisch bereits die doppelte Auflösung des Displays realisieren könnte, wie man beim iPhone sieht. Einen USB-Port gibt es nicht. Okay, es gibt zwei Kameras. Eine für Videotelephonie, eine um Aufnahmen der “Umwelt” zu machen. Allerdings sind diese Kameras technisch absolut nicht mehr zeitgemäss und schneiden in Tests sehr schlecht ab. Und der schnellere Prozessor wird aktuell nur von einer einzigen App, die mir bekannt ist, genutzt: iMovie. Und die brauche ich nicht auf dem iPad, denn dafür gibt es PCs, die das schneller können…
Bevor ich es vergesse: Auch wäre es schön gewesen, wenn Apple seinem neuen Tablett LTE spendiert hätte. Dann hätte ich es mir überlegt. Aber so warte ich entspannt auf das iPad 3, das vermutlich in der ersten Jahreshälfte 2012 herauskommen wird. Dann werde ich zuschlagen. Aber erst, nachdem der neue iMac herausgekommen ist, auf den ich sehnsüchtig warte.
Things war meine erste gekaufte App für mein iPad. Der Preis ist mit stolzen 15,99 € kein wirkliches Schnäppchen, aber das Programm ist für mich sein Geld wert.
Things ist eine sehr gut gemachte Aufgabenverwaltung. Ohne große Einarbeitungszeit ist die Software intuitiv bedienbar und hilft mir, im alltäglichen Chaos nicht den Überblick zu verlieren.
In Things kann man Listen mit verschiedenen Prioritäten anlegen, Projekte verwalten und sich an die rechtzeitige Durchführung erinnern lassen.
Das mag vielleicht banal klingen für das Geld, ist aber aus meiner Sicht wirklich gut realisiert worden. Wer eine gute Aufgabenverwaltung sucht, wird zwar im Appstore zahlreiche, teilweise auch kostenlose Alternativen finden, aber für mich kommt es nicht nur darauf an, was eine Software kann, sondern auch, wie sie es macht. Einen Blick darauf sollte man auf jeden Fall einmal werfen: http://itunes.apple.com/us/app/things-for-ipad/id364365411?mt=8.
Ich muss zugeben, dass ich bei der Markteinführung des iPad mehr als skeptisch war, was den Sinn und Nutzen dieses Gerätes angeht. Ich dachte an das Preis-Leistungs-Verhältnis und fand es nicht okay, für relativ schwache Hardware doch deutlich mehr Geld bezahlen zu müssen, als für ein handelsübliches Netbook.
Aber wie es das Schicksal so wollte, habe ich kürzlich einen Auftrag für eine Intranet-Site erhalten, die speziell für das iPad konzipiert werden sollte. Da ich bis dahin kein iPad besass, fragte ich einen guten Freund, ob er mir sein iPad kurzfristig leihen könnte. Nachdem ich damit einige Stunden hantiert habe, war ich schon sehr angetan davon, beonders, weil alles so schnell ging. Kein langes Booten des Netbooks, kein ewiges Warten, nur um mal schnell die E-Mails abzurufen. Alles geht schnell und einfach. Das Konzept gefällt mir. Und die Erweiterbarkeit über sogenannte “Apps” aus dem iTunes-Shop lässt jeden sein iPad so ausstatten, wie er es braucht.
Naürlich gibt es genügend Leute, die behaupten, das iPad wäre nur eine Medienkonsum-Maschine oder ein Daddel-Tablett. Das hängt aber sehr stark vom Nutzer ab, und davon, welche Applikationen er auf seinem iPad installiert. Ich für meinen Teil habe mir das iPad nun vor drei Wochen gekauft und bin absolut begeistert. Klar, die Kosten sind nicht gering. Ich habe mich für das iPad mit W-LAN und 3G mit 16 GB Speicher entschieden, denn ich will darauf keine Filme sehen und keine Musik hören. Dafür habe ich meinen iPod. Der Preis lag bei 599 €. Dabei war nur ein USB-Kabel und ein Ladestecker. Trotzdem ist es ein erhebender Moment, ein Apple-Produkt auszupacken. Einfach schön gemacht, sowohl die Verpackung als auch das Gerät.
Das Gerät selbst sieht toll aus, kann aber außer Kalenderfunktion, E-Mail und Internet eigentlich noch nicht viel. Dazu gibt es die Apps aus dem iTune-Store, und jeder Nuzer kann damit sein iPad so ausstatten, wie es für ihn am praktischsten ist. Ich für meinen Teil habe mir inzwischen Programme für über 150 € gekauft, kann nun aber auch wirklich produktiv damit arbeiten. In den nächsten Tagen werde ich immer mal wieder eine App vorstellen, die ich interessant finde und selbst nutze.
Mein iPad ist für mich primär als Kreativwerkzeug und zur Präsentation beim Kunden gedacht, und diese Aufgabe meistert es großartig. Keine Notizzettel mehr, die dann irgendwo rumfliegen, kein Datenchaos auf verschiedenen Rechnern verteilt, sondern alles Wesentliche in einem Gerät immer dabei. Ich bin begeistert, und beim Kunden kommt es ebenfalls gut an, wenn man sofort präsentieren kann, und nicht erst nach einer Steckdose fragen muss, und dann erst einmal 5-10 Minuten seinen Laptop hochfahren muss.
Selbst nach so kurzer Zeit kann ich sagen, dass ich mein iPad im Berufsalltag und auch im Privaten nicht mehr missen möchte. Die anfängliche Skepsis ist vollständig einer absoluten Zufriedenheit gewichen, wie ich es noch bei keinem anderen elektronischen Helfer erlebt habe. Und das, obwohl die Flash-Unterstützung fehlt… Man darf nur dabei eines nicht vergessen: Das iPad ist kein Notebook-Ersatz und will auch keiner sein. Das iPad ist das iPad. Sonst nichts.
—– Artikel wurde auf meinem iPad erstellt
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