Tablet-PC-Boom: Produktives Arbeiten vs. Couch-Surfing.

Tablet-PC-Boom: Produktives Arbeiten vs. Couch-Surfing.

Momentan ist das Thema Tablet-PC in aller Munde. Nach dem iPad folgten ettliche Android-Tablets und nun schließlich auch Windows 8-Tablets. All diese Geräte haben Ihre individuellen Vorzüge, aber auch viele gemeinsame Nachteile.

Da ich auf dieses Thema immer mal wieder von Kunden angesprochen werde, hier nun meine subjektive Meinung zu diesem Thema:

Ich selbst habe mir im Jahr 2010 ein iPad der ersten Generation gekauft. Ich war damals fasziniert von den vielen Möglichkeiten, die es scheinbar bot.Das Gerät hat mir viel Freude gemacht. Aber es hat mich auch eine Menge Geld gekostet, und damit meine ich nicht nur den Anschaffungspreis. Nach dem Auspacken stellte ich fest, dass es eigentlich nicht viel konnte, ohne dass ich zusätzliche “Apps”, also Applikationen darauf installierte. Die interessantesten davon waren leider kostenpflichtig. Also wurden verschiedenste Apps gekauft, immer in der Hoffnung, meine Produktivität zu steigern und bessere Workflows zu erzielen.

Nach drei Jahren kann ich für mich folgendes Fazit ziehen:

iPads und andere Tablet-PCs machen sicher Spaß und sind gute Entertainer. Produktives Arbeiten ist aber nicht wirklich möglich. Mein iPad nutze ich, um Emails unterwegs abrufen und beantworten zu können, im Internet zu surfen oder eBooks zu lesen. Ab und zu nehme ich es mit, um bei einem Kunden Entwürfe zu präsentieren. Aber die große Euphorie hat nachgelassen.

Ich mag mein iPad und habe es oft dabei. Aber zum produktiven Arbeiten habe ich einen Desktop-PC (der auch Flash unterstützt) und einen Laptop für etwas tiefgreifendere und umfassendere  Präsentationen bei Kunden. Ich könnte also durchaus ohne iPad leben. Sollte es einmal defekt sein, würde ich mir kein neues kaufen. Entweder wäre dann ein Kindle FireHD als direkter und besserer Ersatz für die eBook-Reader-Funktion und das Betrachten von Videos auf der Wunschliste, oder ich warte, bis es gute Windows8-Tablets gibt, die auch meine Dekstop-Software wirklich nutzen können. Ansonsten wäre es wohl ersatzlos gestrichen…

4 Tage ohne Smartphone.

4 Tage ohne Smartphone: Unfreiwilliges digitales Normadentum.

Für viele Menschen, die beruflich mit Internet, E-Mail, Social-Media & Co. zu tun haben, ist es selbstverständlich, immer und überall erreichbar zu sein.

So auch für mich. Dank meines Exchange-Servers bekomme ich jede an mich versandte E-Mail direkt auf mein Handy, alle Termine, Kontakte und Nachrichten sind synchron auf PC, Laptop, iPad und Handy. Meine Kunden sind es gewohnt, während meiner Geschäftszeiten innerhalb weniger Minuten bis maximal einiger Stunden eine Antwort auf Ihre an mich gesendete Nachricht zu erhalten.

Da ich viel unterwegs bin, erfolgt dies meistens über mein Handy, ein Samsung Omnia 7 mit Windows Phone 7.5 Mango als Betriebssystem. Bislang hat das perfekt funktioniert. Doch letzte Woche war ich mit einigen Freunden in der Fränkischen Schweiz unterwegs. Ich machte einige schöne Fotos mit dem Handy, las zwischendurch eine E-Mail, und dann passierte es:

Mein Handy stürzte ab. Obwohl der Akku (laut Anzeige) voll war, startete es immer wieder neu und ich konnte keine Funktion mehr nutzen. Wieder zuhause angekommen, versuchte ich, das Problem zu beheben oder doch zumindest einzugrenzen. Schließlich stellte sich heraus, dass nach einem halben Jahr der Akku defekt war. So bestellte ich mir einen Ersatzakku. Doch erst nach einem kompletten Hardware-Reset des Handys konnte ich es wieder in Betrieb nehmen. Die Konsequenz daraus war, dass ich alle zuvor gemachten Bilder verloren habe.

Bis zum Eintreffen des neuen Akkus musste ich auf ein einfaches Ersatzgerät zurück greifen. Mein altes aber bewährtes Nokia 3710 fold, ein Klapphandy mit guter Akku-Leistung und genial kleinen Abmessungen, aber leider ohne Exchange-Synchronisation. Ich bekam also keine E-Mails mehr auf mein Handy und meine Termine und Kontakte wurden nicht mehr automatisch synchronisiert.

Ich war also zuzusagen OFFLINE, wenn ich nicht gerade im Büro saß oder mein iPad dabei hatte. Aber wer schleppt schon immer sein iPad mit sich herum, außer japanischen Touristen, die damit ihre Erinnerungsfotos schießen?

Trotz des vorübergehenden technischen Rückschritts muss ich mir aber auch eingestehen, dass das Ganze etwas Gutes hatte. Ich hatte ein kleines, leichtes Hand bei mir, dass eine grundlegende Kommunikation via Telefonie und SMS ermöglicht. Mehr nicht. Dafür trägt es kaum auf, wenn man es in die Tasche steckt und hat ungefähr die 10fache Stand-By-Zeit eines heutigen Smartphones.

Und: Ich werde nicht wegen jeder beliebigen Werbe-Mail gestört und es fällt leichter, auch einmal abzuschalten und nicht 24h-Erreichbarkeit zu haben.

Ich bin dennoch froh, nun wieder völlig synchron mit meinen Daten zu sein. Aber aus dieser Situation erwuchs der Wunsch, ein kleines, smartes Klapphandy zu besitzen, das sich mit Microsoft Exchange problemlos synchronisieren lässt, eine gute Stand-By-Zeit hat und nicht allzu sperrig ist. Dafür würde ich liebend gerne auf einen ständig verschmierten Touch-Screen verzichten.

WARUM GIBT ES DAS NICHT???


Nachtrag (13.12.2012):
Inzwischen bin ich auf den Geschmack gekommen. Smartphones alle verkauft und glücklich mit kleinem Klapphandy.
Wenn ich unterwegs bin, kann ich telefonieren und SMS schreiben. Das war es. Kein Dauer-Piepsen wegen Facebook-Kommentaren, Werbemails, etc.
Per Email bin ich erreichbar, wenn ich im Büro bin oder mein iPad dabei habe. Kann es nur jedem empfehlen. Denken Sie mal darüber nach, speziell in der “staden Zeit”…

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